Lena Halter
Die Annahmen
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Die Annahmen
Lena zog ihre Bahnen. Wie jede Woche ging sie am Mittwoch Morgen früh ins Hallenbad Oerlikon um ihre Runden zu schwimmen. Sie verspürte immer noch Panik, wenn sie sich waagrecht ins Wasser legte und den Boden unter den Füssen verlor. Sie hatte spät schwimmen gelernt; das Verhältnis zu den Koordinationsfähigkeiten ihres Körpers waren gestört: Dyspraxie. Es hatte 3 Jahre gedauert, bis sie sich getraute sich ins Wasser zu legen, sich tragen zu lassen. Die Bahnen jeden Dienstag Morgen waren der Beweis für sie, dass ihr Wille über ihren Körper gewinnen konnte. Sie teilte sich den Bereich im Schwimmbad mit den älteren Damen und Herren. Die jungen, schnellen Schwimmer, die ihre Kilometer abspulten, interessierten sie nicht. Die Uhr zeigte 6:47, dreizehn Minuten blieben, wenn sie Bus und S-Bahn erreichen wollte, damit sie kurz vor 7:40 in ihrem Büro anokommen wollte.
Sie erreichte sie. Sie erreichte sie immer.
In der S-Bahn holte sie ihr Leuchturum Notizbuch hervor, dieses in waldgrün, Dot Grid, gekauft in der Papeterie, die einmal ihren Eltern gehört hatte, und las, was sie gestern notiert hatte. “Geschichte der Regulierung”, ein Titel eines Weiterbildungskurses, den sie vielleicht anbieten könnte. Aber ausser dem Titel und zwei Bulletpoints, war nichts da. Das Notizbuch war voll davon: Halb-Anfänge, Viertel-Anfänge, Eröffnungen, die nicht zu dem wurden, was sie hätten sein können. Sie klaptte das Notizbuch zu und blickte auf. Bahnhof Hardbrücke war gerade vorbei und sie fuhren in den HB ein.
Das Tram 11 (sie würde sich nicht an die Neu-Nummerierung gewöhnen, der 11er fuhr ihrer Meinung nach in die Rehalp) brachte sie zur Höschgasse. Amstein & Keller belegte zwei Stockwerke eines Seefelder Gebäudes, an der Dufourstrasse. Das Haus war irgendwann in den 60er Jahren abgerissen und neu gebaut worden. Es beherbergte eine Reihe von Beratungsfirmen, Anwalts- und Treuhandbüros. Für einen Ort näher beim See, dort wo das grosse Geld arbeitete, hatte es bei Amsteiun & Keller nicht gereicht. Immerhin war die Espressomaschine gut.
Nachdem sie ihre Tasche am Schreibtisch deponiert hatte, ging sie zur Kaffeemaschine. Amstein kam aus seinem Büro, einen dünen Ordner in der Hand. Typischerweise ein Mandat, das er bereits angenommen hatte.
«Öppis Interessants», sagte er und überreichte ihr den Ordner, mit der Andacht, die ihr zeigte, dass das Mandat sehr gut dotiert war. «Genfer Stiftig. Klimaszenario-Modellierig — Infrastruktur- und Regulierigsuswirkige bi plus vier Grad. Sehr umfangrichi Unterlagä.» Er machte eine Pause. «Genau dis Gebiet, Lena.»
«Wänn isch das cho?»
«Letscht Wuche.»
Sie registrierte dies, wie sie die meisten Dinge registrierte, die Amstein tat: präzise, lautlos, ohne Antwort. Er hatte das Mandat angenommen, das Honorar vereinbart und ihr die Arbeit zugewiesen, alles ohne sie zu konsultieren. Die Reihenfolge war so vertraut, dass sie sie nicht mehr als Muster wahrnahm. Es war einfach die Art, wie Dinge durch die Firma liefen — Entscheidungen oben getroffen, Arbeit unten verteilt, die Membran dazwischen dünn genug, um hindurchzusehen, aber nie dünn genug, um hindurchzugreifen.
Sie öffnete den Ordner. Honorarstruktur, Zeitplan, Leistungsbeschreibung, Kundenkontakt. Eine in Genf registrierte Stiftung mit einem französischen Namen, den sie nicht kannte, und Vorstandsmitgliedern, die sie auf LinkedIn nicht finden konnte. Die Homepage so nichtssagend wie gewöhnlich. Nichts davon war ungewöhnlich. Die Schweiz hatte mehr Stiftungen als Zahnärzte, und die meisten von ihnen bevorzugten es, nicht gefunden zu werden.
Das Datenpaket kam am Nachmittag per gesicherter Übertragung. Sie öffnete es in der Erwartung des Üblichen: ein Szenario-Briefing, Basisannahmen, Verweise auf IPCC-Pfade. Was sie fand, war etwas anderes.
Sie rief die AR6-Pfade des IPCC auf einem zweiten Bildschirm auf und begann den Abgleich. Die Atmosphärenzusammensetzung der Stiftung wich von jedem publizierten Szenario ab. Nicht zufällig — gerichtet. CO₂-Konzentrationen 14 Prozent über SSP5-8.5 bei 2060, doppelt so hoch wie in dem Jahr, in dem sie geboren war. Feuchtigkeitskurven, die positive Rückkopplungsschleifen annahmen, die in keiner begutachteten Studie vorkamen, die sie finden konnte. Temperaturgradienten, angegeben nicht als Bandbreiten, sondern als Werte, als wäre die Atmosphäre ein Raum, dessen Thermostat bereits eingestellt war.
Sie verbrachte eine Stunde mit dem Kartieren der Abweichungen. Sie waren konsistent, was an sich schon ungewöhnlich war. Kundenannahmen waren typischerweise in verstreuter, idiosynkratischer Weise falsch — die Lieblingstheorie eines CEO über CO₂-Abscheidung, der Optimismus eines Anlageausschusses bezüglich Elektrifizierungszeitplänen. Diese Annahmen waren falsch in dieselbe Richtung, um konsistente Grössenordnungen, über alle Variablen hinweg. Falsch auf die Art, wie eine Übersetzung falsch ist, wenn das Original in einer Sprache verfasst ist, die man nicht erkennt.
Sie verfasste ein Memo. Sachlich, gemessen, die Art Dokument, die sie einige hundert Mal geschrieben hatte: Die Annahmen zur atmosphärischen Zusammensetzung im Projektbriefing weichen signifikant von publizierten IPCC-Szenarien ab. Empfehlung: Angleichung an SSP5-8.5 als obere Basislinie oder Klärung der proprietären Modellierungsmethodik durch den Kunden.
Die Antwort kam weniger als eine Stunde später. Nicht von der Kontaktperson, von der sie die Daten bekommen hatte, sondern von einer anderen E-Mail-Adresse, gleiche Domain, kein Signaturblock.
Vielen Dank für Ihre gründliche Prüfung. Bitte verwenden Sie unsere Annahmen. Die Abweichung ist uns bekannt.
Sie las es zweimal. Der Satz war seltsam auf die Art, wie nur perfekte Sätze seltsam sein können. Glatt, wie von einer AI geschrieben. Es war nichts falsch daran, nichts, wogegen man Einwand erheben könnte, und trotzdem. Die Abweichung ist uns bekannt. Nicht «Wir halten unser Modell für präziser.» Nicht «Unsere Projektionen basieren auf proprietärer Forschung.» Ist uns bekannt. Als wäre die Abweichung von publizierter Wissenschaft eine bekannte Grösse. Ein Merkmal, kein Fehler.
Sie passte die Modelle an die Kundenannahmen an und setzte ihre Arbeit fort. Das war es, was sie tat. Kunden hatten Annahmen; sie modellierte ihre Auswirkungen. Sie hatte gelernt, dass was sie dachte nicht auszusprechen. Zu oft war sie nicht gehört worden. Sie hatte 22 Jahre lang gelernt Professionell zu sein.
Aber sie speicherte das ursprüngliche Memo in einem Ordner, den sie Abweichungen nannte.
Um sieben Uhr war das Büro leer. Die Radiatoren aus den 60er Jahren unter den Fenstern waren still. Ende Oktober hätten sie längst laufen sollen — die Ölheizung im Keller sprang normalerweise Mitte Monat an, und die Mieter im Stockwerk unter ihnen beschwerten sich jedes Jahr über den Geruch in den ersten Tagen. Dieses Jahr hatte sich niemand beschwert. Die Heizung hatte keinen Grund zu laufen. Es war warm genug ohne sie, und niemand fragte, warum das so war.
Sie hatte das Fenster zum Hinterhof geöffnet, wo nichts wuchs ausser einem Kirschlorbeer, der seine Blätter vor zwei Wochen hätte abwerfen sollen. Die Luft, die hereinkam, war warm und trug einen Geruch, den sie nicht einordnen konnte — nicht der See, nicht die die Düfte aus der holistischen Gesundheitspraxis gegenüber, etwas Mineralisches und leicht Saures, wie eine Thermalquelle an einem Ort, an den keine gehörte.
Sie schloss das Fenster und wandte sich wieder den Daten zu.
Der Datensatz war chronologisch geordnet, sauber, wie alles in diesem Paket sauber war. Atmosphärische Messwerte, nach Datum sortiert, von 1950 bis 2085. Sie hatte die Werte der jüngsten Vergangenheit gegen die publizierten Szenarien abgeglichen und dabei die Abweichungen in die Zukunft verfolgt. Jetzt, im stillen Büro, ging sie zurück an den Anfang der Zeitreihe.
Die atmosphärischen Projektionen waren auf zwei Dezimalstellen angegeben.
In zweiundzwanzig Jahren Regulierungsberatung hatte sie Klimadaten in jedem Format gesehen — Briefings für Politiker, auf die nächste Ganzzahl gerundet; wissenschaftliche Arbeiten, vorsichtig auf eine Nachkommastelle; Industriemodelle, abgesichert mit Konfidenzintervallen, breit genug, um einen Transporter darin zu parkieren. Zwei Dezimalstellen waren keine Projektion. Sie waren eine Behauptung von Gewissheit, die niemand in der Klimawissenschaft aufstellen würde, weil die Systeme dafür zu chaotisch waren.
Die Einträge für 1950 hatten zwei Dezimalstellen.
Sie hielt inne. 1950. Atmosphärische CO₂-Messungen waren damals mit Absorptionsspektroskopie durchgeführt worden, in einer Handvoll Stationen, mit Instrumenten, deren Messgenauigkeit bestenfalls bei zehn ppm lag. Niemand hätte 1950 einen Wert von 310.28 ppm messen können. Die Instrumente existierten nicht. Die Stationen existierten nicht. Und doch standen die Zahlen da, präzise wie die von gestern, als wäre jedes Jahrzehnt mit demselben Instrument vermessen worden.
Sie rief historische Daten von NOAA und Copernicus auf und legte sie neben die Zeitreihe des Kunden. Für die Jahre, in denen reale Messungen existierten — ab Mauna Loa 1958, ab den europäischen Stationen in den Siebzigern —, stimmten die Kundendaten mit den beobachteten Werten überein. Nicht ungefähr. Exakt. Als wären sie nicht berechnet, sondern abgelesen worden.
Und für die Zeit davor, als niemand so genau messen konnte, waren sie ebenso präzise. Dieselbe Gewissheit. Dieselbe Auflösung. Als hätte jemand die Atmosphäre von 1950 vermessen, mit Instrumenten, die es damals nicht gab.
Dann die Zukunft. Ab 2027 waren die Werte identisch formatiert. Dieselbe Präzision. Dieselbe Struktur. Dieselbe implizite Gewissheit. Keine Konfidenzintervalle. Keine Bandbreiten. Werte.
Sie sass eine Weile vor ihrem Computer, die Zahlenreihen auf dem Bildschirm.
In ihrer Lic-Arbeit hatte sie über kirchliche Grundbücher geschrieben — die Grundbücher oder Güterverzeichnisse des mittelalterlichen St. Gallens, in denen die Kirche nicht nur verzeichnet hatte, was sie besass, sondern was sie zu besitzen beabsichtigte, indem sie Liegenschaften ins Register eintrug, bevor die Transaktionen abgeschlossen waren. Das Register selbst war das Instrument der Autorität. Ein Eintrag schuf eine Tatsache. Die Dokumentation ging der Wirklichkeit voraus.
Sie hatte ein Fünf-ein-halb für diese Arbeit bekommen. Ihr Professor hatte gesagt, es sei eine ausgezeichte Arbeit, als Frau war ihr der Sechser aber verwehrt geblieben. Sie hatte auch deshalb keine akademische Laufbahn eingeschlagen, sondern sich entschieden, ohne dass es eine wirkliche Entscheidung war, sich erstmal von einer Beratungsfirma bezahlen zu lassen, um Dokumente zu lesen. Dass, was sie in 6 Jahren an der Uni gelernt hatte. Sie könnte dann ja später zurück in die Wissenschaft. Das war vor fünfundzwanzig Jahren.
Sie sah den Datensatz noch einmal an. Vergangenheitswerte, die mit der Realität übereinstimmten — auch dort, wo keine realen Messungen hätten existieren dürfen. Zukunftswerte, formatiert, als wären auch sie Aufzeichnungen. Die Annahmen zur atmosphärischen Zusammensetzung waren keine Projektionen. Sie waren keine Szenarien. Sie waren nicht einmal Wunschvorstellungen.
Es waren Spezifikationen.
Jemand hatte ein Grundbuch für die Atmosphäre geschrieben. Hatte in das Register die Bedingungen eingetragen, die er zu schaffen beabsichtigte, so wie ein mittelalterlicher Bischof eine Landschenkung für eine Pfarrei eintrug, die noch nicht existierte, weil der Eintrag selbst der erste Akt der Errichtung war. Und die historischen Einträge stimmten, weil sie nicht gemessen, sondern nachträglich eingetragen worden waren — eine vollständige Buchführung, lückenlos zurückdatiert, wie jedes ordentliche Register es verlangt.
Sie minimierte die Tabelle. Stand auf. Ging zum Fenster, das sie geschlossen hatte, und öffnete es wieder. Die warme Luft kam herein, und mit ihr der mineralische Geruch — stärker jetzt, oder sie war aufmerksamer. Unten hielt der Kirschlorbeer seine Blätter in der Dunkelheit. Der Oktober hätte sie nehmen sollen.
Die Abweichung ist uns bekannt.
Natürlich war sie ihnen bekannt. In einem Projekt ist man sich des Abstands zwischen dem, was existiert, und dem, was man baut, immer bewusst. Das ist der Plan.
Sie klappte den Laptop zu, zog ihre dünne Jacke an und verliess das Büro. Das Treppenhaus roch nach Bohnerwachs und, schwach nach derselben mineralischen Säure, die durch das Fenster gekommen war. Sie stieg drei Stockwerke hinunter, ohne zu entscheiden, ob sie glaubte, was sie soeben verstanden hatte.
Als sie nach Hause kam, schlief Noah schon, müde nach dem Training. Die Tür geschlossen, die Hockeytasche versperrte den Flur. Sie räumte sie weg, wie sie jede Woche wegräumte. Sie öffnete die Tür, vergewisserte sich, dass er atmetet, wie sie das jedesmal machte. Sie konnte ihn atmen hören, gleichmässig, ruhig.
Sie ging in die Küche und begann zu kochen.
Für eine Shakshuka braucht man gute 45 Minuten wenn man es nicht überstürzt. Sie briet die Merguez, die sie gestern frisch im Kreis 5 gekauft hatte, und schnitt Pepperoni, Zwiebeln und Knoblauch die sie dann in der schon heissen Bratpfanne in Öl anbriet. Die Küche füllte sich mit dem Geruch der Gewürze während sie weiterkochte. Aufwändiges kochen für eine Person war ihr schon vor der Zeit mit Noah eine willkommene Gelegenheit, sich darauf zu konzentrieren, mit ihren Händen etwas zu schaffen, dass nachher nicht herumstand und nicht nur zum körperlichen, sondern auch zu ihrem psychischen Wohlbefinden beitrug.
Während die Shakshuka köchelte, setzte sie sich an den Küchentisch und öffnete das Leuchtturm-Notizbuch. Sie blätterte am Kurs vorbei, den sie vielleicht anbieten könnte, am Entwurf eines Aufsatzes über regulatorische Vereinnahmung, den sie im März begonnen und im April aufgegeben hatte. Sie schlug eine leere Seite auf.
Der Stift war in ihrer Hand. Die Seite war leer. Draussen, durch das Küchenfenster, das sie einen Spalt geöffnet hatte, war die Oerliker Nacht wärmer, als der Oktober es erlauben sollte. Sie hörte die S-Bahnen am Bahnhof in der Ferne, das Geräusch beim Einfahren, beim ausfahren, die Stille danach. Die Luft, die durch das Fenster in die Wohnung kam, war schwer. Nicht unangenehm. Nur anwesend auf eine Weise, wie Luft es eigentlich nicht ist. Wie Wasser, wenn man schwimmt — umgebend, berührend, einen daran erinnert, dass es da ist.
Sie sass für Lange Zeit mit dem Stift und der leeren Seite und der warmen Luft. Sie dachte an das Grundbuch. An die Werte von 1950, präziser als sei sein dürften. An die Zukunftswerte, die dasselbe Vertrauen ausstrahlten. An die Höflichkeit der E-Mail und den Kirschlorbeer, der im Hinterhof an der Seefeldstrasse immer noch seine Blätter hielt. An die Radiatoren, die nicht liefen, weil sie nicht laufen mussten. An den Abstand zwischen einer Sache, die man weiss, und dem Tun von etwas mit der Sache, die man weiss. Sie fragt sich, was sie tun könnte oder was nicht.
Sie schrieb nichts.
Nach einer Weile klappte sie das Notizbuch zu, richtete die Shakshuka auf dem blauen Teller an, den sie mochte, und ass stehend am Küchentresen, weil der Tisch mit den Dingen bedeckt war, die sie seit Sonntag hatte wegräumen wollen.
Die Shakshuka war gut. Sie hatte alles richtig gemacht.
Sie wusch den Teller, trocknete ihn ab, stellte ihn zurück in den Schrank. Sah nach Noah — immer noch schlafend, immer noch atmend, die Gleichmässigkeit von ihm das einzige Geräusch in der Wohnung, das nichts von ihr verlangte. Sie putzte die Zähne und ging ins Bett.
Durch das Schlafzimmerfenster, das sie einen Spalt offen liess, weil sie Luft brauchte zum Schlafen, war der Oerliker Himmel wolkenlos und mild. Irgendwo südlich, dachte sie — ohne es denken zu wollen — waren die Bedingungen, die im Datenpaket beschrieben wurden, der Realität bereits näher, als der IPCC wusste. Die Spezifikationen wurden erfüllt. Die Atmosphäre wurde angepasst. Nicht schnell, nicht gewaltsam, nicht auf eine Weise, die irgendjemanden dazu bringen würde, etwas anderes zu tun, als am Abend nach der Tageschau Meteo einzuschalten und zu hören, dass es agnähm sei. Stetig. Präzise. Auf zwei Dezimalstellen. Von jemandem, der ein Grundbuch für diesen Planeten geschrieben hatte.
Sie lag im warmen Dunkel, hörte ihrem Sohn beim Atmen zu und schlief sehr lange nicht ein.